Der Kontrollverlust im Außen spiegelt sich im Innen

koeln

So steht es auf SPON:

Der Bericht listet einige Beispiele für konkrete Erlebnisse von Polizisten auf:

  • Beamte wurden demnach durch enge Menschenringe daran gehindert, zu Hilferufenden vorzudringen
  • Ein Mann wird zitiert: „Ich bin Syrer, ihr müsst mich freundlich behandeln! Frau Merkel hat mich eingeladen.“
  • Zeugen wurden bedroht, wenn sie Täter benannten.
  • Menschen zerrissen dem Bericht zufolge vor den Augen der Polizisten Aufenthaltstitel, grinsten und sagten: „Ihr könnt mir nix, hole mir morgen einen neuen.“ Ob es sich um echte Dokumente handelte und um welche Art von Dokumenten, geht aus dem Bericht nicht hervor.
  • Erteilte Platzverweise wurden ignoriert; Wiederholungstäter in Gewahrsam zu nehmen, war aufgrund fehlender Kapazitäten nicht möglich.
  • Nach Gleissperrungen wegen Überfüllung seien Leute einfach auf das Nebengleis und dann über die Schienen wieder auf den gesperrten Bahnsteig gegangen.
  • Beim Einsteigen in Züge gab es körperliche Auseinandersetzungen, es galt das „Recht des Stärkeren“.

Und so im Express:

Der Beamte berichtet nun, es habe in der Nacht 15 vorläufige Festnahmen durch seine Gruppe gegeben.

Diese Personen seien „definitiv erst wenige Tage oder Wochen“ in Deutschland gewesen: „Von diesen Personen waren 14 aus Syrien und eine aus Afghanistan. Das ist die Wahrheit. Auch wenn sie schmerzt.“

Ein anderer Beamter hatte dies bereits dem EXPRESS bestätigt (wir berichteten).

 

Die Bundesregierung hebelt den Rechtsstaat aus, aber der deutsche Michel zahlt brav weiter seine Steuern. Dieser Umstand wird gewöhnlich mit der Untertanenmentalität der Deutschen erklärt, deren Folge dann ein funktionierender Staat ist, für den uns einige bewundern und andere verachten.

Das Vertrauen auf die Klaglosigkeit der Deutschen hat alle Bundes- und Landesregierungen der letzten Jahre dazu veranlassen können, die innere und äußere Sicherheit und das Funktionieren der Infrastruktur zu untergraben, ohne dass Konsequenzen gefürchtet werden mussten.

Fehlende Investitionen in Straßen und Schienen, schlechte Netzinfrastruktur, kollabierende Stromversorgung, offene Grenzen, Abbau der Asylbetreuung und vor allem das Opfern derjenigen Kräfte, die seit mehr als einem Jahrzehnt die Verfügungsmasse aller Einsparungen sind: der Polizei.

Dass alles so halbwegs noch funktioniert hat, war allein der Tatsache geschuldet, dass bei uns Deutschen die Androhung von Sanktionen schon ausreicht, im Hamsterrad weiterzulaufen, selbst wenn die Sanktionen bei kollektiver Verweigerung niemals durchgesetzt werden könnten. Wie sagte Henryk Broder so nett über uns Deutsche: „Ein geduldiges, opferbereites, teilweise sogar blödes Volk.“

Jetzt strömen Millionen von Geschenkemenschen nach Deutschland, bei denen der Prozentsatz derjenigen eklatant höher ist, deren Denke dann doch weniger „nachhaltig“ und „verantwortungsvoll aufs große Ganze gerichtet“, als vielmehr von Männlichkeit, Ehre, Egoismus und Gewalt gekennzeichnet ist. Und auf einmal werden die Schwächen des eigenen Systems schonungslos offengelegt.

Diesem Prozentsatz ist bereits mit der erlaubten Rechtsbruch-Einreise signalisiert worden, dass hier in Deutschland viel mehr möglich ist als in ihren Herkunftsländern je auch nur denkbar war. Vergessen wir nicht, dass es „Flüchtlinge“ waren, die noch vor wenigen Wochen in Slowenien aus Protest die eigenen Flüchtlingszelte angezündet hatten. Bei uns wurde das mit Kopfschütteln bis Achselzucken zur Kenntnis genommen. Von „so sind sie halt!“ bis hin zu „traumatisierte Menschen neigen dazu“. Dass sich ihr Verhalten ändern würde, wenn sie erstmal im Traumland Deutschland seien, war dann das Wunschdenken, das sehr schnell als Lüge sich entlarvte. Festgehalten wird daran weiterhin.

Natürlich sind es Einzelfälle. Wenn sich aber diese Einzelfälle zu Tausenden massieren und wie in der Silvesternacht nicht nur in Köln, sondern in vielen, vielen anderen Städten auch zu einem Mob entwickeln, wie ihn Deutschland lange nicht mehr gesehen hat, dann tritt eine systemische Disfunktion zutage, die wie ein Alptraum anmutet.

Ja, Deutschland ist ein Land – oder war es bisher -, in dem tendenziell niemand bei großen Menschenansammlungen das individuelle Gefühl des Kontrollverlusts erleiden musste. Für Sicherheit war gewährleistet, nicht weil man auf die Polizei vertrauen konnte, sondern weil man darauf vertrauen konnte, dass die Mehrzahl der Menschen selbst sich zum Gesetz machen würde, sobald die Gesetze vereinzelt gebrochen würden. Dieses naive Gefühl der Sicherheit ist mit dem Anbruch des neues Jahres mehr als nur empfindlich gestört worden.

Die systemische Disfunktion tritt zutage, weil eine individualisierte Untertanenmentalität auf eine rigorose Clan-Mentalität trifft, dessen Eigenheit sich fast ausschließlich über Geschlecht, körperliche Stärke und schiere Masse definiert. Die Frage, ob es etwas mit der Religion zu tun hat, ist an dieser Stelle herzlich egal, denn es hat auf jeden Fall etwas mit der Sozialisation zu tun und in ihr spielt selbstverständlich jede Religion ihre ureigene Rolle. Es aber ausschließlich auf die Religion zu verengen, wäre ein Fehler.

Mit Dänemark hat letzte Woche das letzte europäische Land seine Grenzen dich gemacht. Die Schweden waren einige Wochen vorher an der Reihe. Über Frankreich, Italien und Spanien braucht man kein Wort verlieren. Und die osteuropäischen Nachbarn, die wir Deutschen so gerne in den Verachtungsfokus rücken, haben ebenfalls einen Teufel getan, das deutsche Modell anzuwenden.

Nun stehen wir Deutschen also alleine und einsam da, die Probleme der abgelegensten „failed states“ zu lösen, die ja nicht nur wegen ihrer verheerenden Regierungen „gefailed“ sind, sondern auch weil jahrelang eine gesellschaftliche Disfunktion erst zum Ent- und Bestehen der Regierungen beigetragen hat. Das ist eben auch Teil der Sozialisation jedes Einzelnen.

Noch immer weigert sich die Bundeskanzlerin, den Begriff Obergrenze auch nur in den Mund zu nehmen, so dass der Kontrollverlust an den deutschen Außengrenzen inzwischen als Menetekel auch ins Innere des Landes schwappt. Frau Dr. Angela Merkel scheint dies egal zu sein und die Frage, welche Agenda sie eigentlich verfolgt, stellt sich täglich mit größerer Macht.

Neueste Zahlen gehen von 1.1 Millionen Asylantragstellern allein in Deutschland für das Jahr 2015 aus. Bisher konnten davon jedoch erst knapp 500.000 Menschen einen Asylantrag förmlich stellen. 39% davon waren Syrer und zählt man die Iraker und Afghanen dazu, ergibt sich eine Zahl von insgesamt 60%. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 40% (oder in absoluten Zahlen ca. 450.000 Menschen) nach Deutschland gekommen sind, die wenig Aussicht haben, als Flüchtlinge anerkannt zu werden. Dabei sind die Unschärfen, wer von den „Syrern“ wirklich Syrer ist – oder es eben nur vorgibt zu sein – und wieviele Menschen unregistriert ins Land kamen (vielleicht Zehntausende) — diese Unschärfen sind, da nicht messbar, vernachlässigt.

Nach den Ereignissen in Köln und vielen anderen deutschen Städten muss die Frage an die Bundeskanzlerin mit aller Deutlichkeit gestellt werden, ob das Wohl ihres eigenen Landes und das Wohl des gesellschaftlichen Zusammenhalts ihr weniger wichtig ist, als das unkontrollierte Einströmen von Menschen, von denen immer noch ein sehr, sehr erheblicher Anteil niemals ein Recht haben wird, sich in Deutschland niederzulassen.

Oder, um nach den Ereignissen in der Silvesternacht die leider nicht mehr unpassende Sprache eines Akif Pirinccis zu bemühen: wie lange, Frau Bundeskanzlerin, wollen wir uns noch ficken lassen, nachdem alle anderen europäischen Länder ihre Hosen bereits hochgezogen und wieder fest zugeknöpft haben?

Ein Kommentar

  • Sehr geehrter Herr Vahlefeld!

    Nach einigen Wochen Pause schaute ich mal wieder auf Ihrer Website vorbei und las den obenstehenden Beitrag aus Ihrer Feder. Sie bringen die Sache wirklich auf den Punkt – wozu ich außerdem anmerken möchte, daß ich kaum einen Autor in den weiten Welten der Blogs kenne, der sich eines so guten Deutsch bedient.

    Deutschland erscheint mir von Woche zu Woche mehr als ein morscher Kahn, der schwer vor dem Winde herumschlingert und zu zerbrechen und zu versinken droht. Die Mannschaft hat das allerdings noch immer nicht begriffen und ist damit beschäftigt, sich an Deck zu beschimpfen und gar zu balgen, anstatt hurtig in die Takelage zu klettern und den Besatz der Segelfläche auf den Sturm auszurichten. Es ist nicht nur die „Mentalität“ unserer Politiker, die in unerträglich hohem Maße auf Charakterlosigkeit schließen läßt, sondern überdies der jetzt immer stärker offenbar werdende Kompetenzmangel, der wenig Hoffnung auf eine baldige Besserung der Verhältnisse verheißt. Frau Merkel „kann nicht zurück“; sie würde sich unsterblich blamieren und die Enttäuschung, ja den Haß jener vielen Menschen auf sich ziehen, denen sie eben noch „Windhund-Leder-Kruppstahl-Qualitäten“ im Kampf gegen das Weltenelend zugemessen hat und die nun – wenn meist auch nur im warmen Wohnzimmer – mit „Auf-nach-Paris-Rufen“ in den Kampf für eine deutsch dominierte Weltenharmonie gezogen zu sein meinen. Was wir jetzt erleben, darf deshalb nicht einmal als ein Rückzugsgefecht bezeichnet werden. Es wird ein „Kampf bis aufs Messer“ werden, den die Blockparteien Seit‘ an Seit‘ mit ihr ausfechten werden, weil sie – so lange schon – im gleichen Boot sitzen wie die failed chancellor(esse).

    Mit herzlichem Gruß und in der Hoffnung/Erwartung auf das baldige Erscheinen eines neuen Beitrags von Ihnen! Dr. med. Andreas Dumm