Lob eines Grünen, dem Lob gebührt

borispalmer

In der momentanen Asylbewerberkrise spielen de Grünen mal wieder ihre leidliche Rolle als moralhochmütige Volkspädagogen und glänzen durch sentimental-dreiste Auftritte einer Karin Göring-Eckardt oder Claudia Roth. Dazu etwas zu schreiben, langweilt intellektuell nur noch.

Umso mehr lässt ein Interview aufhorchen, das Boris Palmer, seines Zeichens Oberbürgermeister der Stadt Tübingen, dem Deutschlandfunk heute gegeben hat. Eben jener Boris Palmer, der bereits letzte Woche die Kanzlerin angemahnt hatte, nicht mehr nur durch ein „Wir schaffen das“ die Massen zu betören, sondern endlich mal konkrete Taten, Vorschläge und Ergebnisse folgen zu lassen. Ein Oberbürgermeister steht halt vor echten Aufgaben, die Pragmatismus benötigen, im Gegensatz zu unserer weihevollen Kanzlerin oder der Oberprotestantin Karin Göring-Eckardt.

Natürlich waren die Grünen in Berlin schwer empört über ihren Parteigenossen und warfen ihm CSU-Sprech vor, was heutzutage ja kurz vor Nazi rangiert. Man würde sich wünschen, Frau Dr. Merkel wäre nicht Bundeskanzlerin und völlig abgehoben von allen Realitäten, sondern nur Oberbürgermeisterin einer schwäbischen Kleinstadt. Ich glaube sogar, dass sie sich da ganz gut machen würde.

Kurzum: Boris Palmer gab also ein weiteres Interview, bei dem er sogar noch weiter geht, als nur die Kanzlerin anzugehen. Hier einige sehr bemerkenswerte Zitate. Das ganze, wirklich lohnenswerte Interview gibt es HIER

„Die Kanzlerin sagt, wir schaffen das, aber sie sagt uns nicht, was wir eigentlich schaffen wollen.“

„Ich weiß nicht, ob wir es schaffen werden. Ich weiß aber sicher, dass wir vieles ändern müssen, um es zu schaffen. Weil wenn man als Oberbürgermeister in der Kommune feststellt, man ist an den Grenzen, die Helfer sind an den Grenzen, die Kapazitäten sind an den Grenzen, man kann das, was man braucht, nicht mehr kaufen – es gibt zum Beispiel keine Feldbetten mehr -, und die Kanzlerin darauf nicht reagiert, dann glaube ich, dass man schon die Pflicht hat, einmal zu sagen, wir müssen jetzt wirklich darüber reden, was wir noch schaffen können.“

„Jetzt bin ich aber halt Oberbürgermeister und nicht grüner Parteipolitiker, und ich fühle mich im Moment verpflichtet zu sagen, es muss sich sehr viel ändern, damit wir es wieder schaffen können.“

„Es war Konsens, dass man das nicht aussprechen darf, dass wir überfordert sind. Es gibt ein Tabu, was die Grenzen der Belastbarkeit angeht, und das muss aufhören. Wenn wir dieses Tabu nicht brechen, dann wird es dazu kommen, dass die Leute ausweichen und sagen, die Politik hört nicht zu, dann wähle ich AfD, nicht weil ich die will, sondern weil ich will, dass die Politik was ändert.“

„Wenn die Umfragen zeigen, dass die Hälfte der Deutschen der Auffassung sind, man könne nicht offen über das Thema reden, und auch die Hälfte sagt, jetzt ist die Zahl der Flüchtlinge, die zu uns kommen, zu groß, dann muss die Politik das besprechbar machen.“

2 Kommentare

  • Wenn auch mal ein blindes Huhn ein Korn findet, ist dies kein Anlaß, die Blindheit auf dem Hühnerhof zu übersehen. In 20 bis 30 Jahren wird es wieder soweit sein: Dann kommen die wenigen Nachfahren der Bio-Deutschen und fragen mit runden Kulleraugen: „Wie konntet ihr das zulassen?“

    Dann kann aber – im Gegensatz zu 1945 – niemand mehr sagen: „Das habe ich nicht gewußt“. Ganze Bibliotheken von Warnhinweisen, Faktenaufzählung und Zustandsbeschreibungen stehen dagegen. Kein Fluchtpunkt; Nirgends. Auf diese „Vergangenheitsbewältigung“ wäre ich schon gespannt.

    Solange in diesem Land der Fußball funktioniert und das Bier noch nicht rationiert ist, fällt niemandem nichts auf. Auch nicht, daß in D. 80 Mio. leben, wovon nur noch 62 Mio. wirkliche Deutsche sind. Alle Taschenrechner scheinen außer Betrieb.

    Und dann das hier:
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/helfen_wir_der_kanzlerin_beim_rechnen

    Es wird lustig im Lande.

  • „Wer ist wir?“ Dieser Spruch wird nochmal zum Klassiker wie „Wo ist Behle?“. Linke Antideutsche bauen mit den islamischen Massen das neue Antideutschland?! Na dann viel Erfolg, davon kauf ich keine Aktien.