Posts Tagged ‘Kultur des Weniger’

Von der Macht sozialer Konstrukte

Eine in Deutschland regelmäßig zu Bestsellern führende Buchkategorie lautet „Erlebnisse von Zivilisationsmüden“. Hape Kerkelings „Ich bin dann man weg“ ist sicher das prominenteste Beispiel dafür. Aber auch weniger im Rampenlicht Stehende, die darüber berichten, wie sie sich von der Zivilisation abwenden, in den Wald gehen und sich dort jahrelang von Käfern und Fröschen ernähren, erzielen hohe Auflagen und natürlich ein gesteigertes Interesse der ebenfalls zivilisationsmüden Medienmeute.

Noch gut erinnere ich mich an einen Spiegel-Beitrag in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, der von Hochachtung nur so triefte und einen – in meinen pubertierenden Augen – vollkommenen Spinner porträtierte, der mit seinem Schäferhund jahrelang durch Deutschland marschiert war und sich u.a. von den Resten überfahrener Tiere, die er von der Straße abkratzen musste, ernährt hatte. Die letzte Woche Read On…

Die Heuschrecken der Nachhaltigkeit – Die Welt ist Maya

In der Reihe „Deutschlands Grüne Seelen“ heute: Maja Göpel.

Ich schicke vorweg, dass ich mich einer gewissen Sympathie für die hübsche Maja Göpel nicht entziehen kann. Sie ist wirklich süß, wirkt so höflich-engagiert, ist nett anzuschauen und erinnert mich daran, wie man redet und diskutiert, wenn man in die Pubertät kommt. Maja Göpel auf arte ist gut gemeintes Kinderfernsehen für Erwachsene, die noch nie schmutzige Gedanken hatten. Read On…

Eine Kultur des Weniger

Es war ein vielbeachteter Kommentar von Frau Katrin Göring-Eckardt im Tagesspiegel 2011: „Für eine Kultur des Weinger“.

Was damit jenseits des religiös-politischen Kauderwelsch wirklich gemeint ist, erklärt uns die Journalistin Frau Uschi Entenmann (keine Witze über Namen!) in einer Reportage, die zuerst in der Zeitschrift „natur“ erschien, bevor sie – der grünen Güte oder der großen Nachfrage wegen? – einige Wochen später auch auf Spiegel Online veröffentlicht wurde.

Unter der Überschrift „Nachhaltigkeit: Wie Kuba zur Insel der Energiesparer wurde“ kriegt sich Frau Entenmann gar nicht mehr darüber ein, dass das sozialistische Paradies in der Karibik aus seiner großen Not inzwischen eine Tugend gemacht hat. Dazu musste nur die „Revolución Energética“ ausgerufen werden. Read On…