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Deutschlands Grüne Seelen: Sarah Wiener

In der Reihe „Deutschlands Grüne Seelen“ heute: Sarah Wiener (und wie sie es schafft, von unbekannten Apfelsorten zum Untergang unserer Zivilisation zu kommen).

Das geht so:

1. es gibt tausende von Apfelsorten, aber nur zwei Dutzend kommen überhaupt noch in den Handel (ich gehe mal davon aus, dass das stimmt)

2. das kommt, weil die Menschen „inzwischen überhaupt keine Ahnung mehr von Qualität, Anbau, Züchtung und Produktionsbedingungen haben“ (das inzwischen ist natürlich Humbug, weil dieses Wissen von jeher nur die Bauern hatten)

und 3. weil die Agrarindustrie unseren Geschmack verbildet und manipuliert (das ist unendlich billig, weil es immer noch wir sind, die wir uns unseren Geschmack verbilden, vielleicht einfach weil wir lieber satt sind, als mit dem ursprünglichen Geschmack auf der Zunge zu verrecken)

4. jetzt kommt die rhetorische Frage: „Sollen denn alle vergiftet werden?“ (nun, von der Geschmacksmanipulation zur Vergiftung ist es schon ein verdammt weiter Weg, und zu den Zeiten, als der „ursprüngliche Geschmack“ noch geholfen hat, lag die Lebenserwartung gerade mal bei 40 Jahren; jetzt zu Zeiten der allgemeinen Vergiftung liegt sie doppelt so hoch; wie wäre es mit einer Erklärung? oder zumindest einer Nachfrage? Der Skandal liegt darin, dass der Interviewer diesen Schrott nicht zu entlarven sich anstrengt)

5. „Fest steht: Wenn wir nicht den wesentlichen Eckpfeilern unserer Existenz folgen, wird unsere Zivilisation untergehen.“ (Sehr geehrte Frau Wiener, wer diesen Weltuntergangsmüll rausposaunt, entlarvt sich leider selbst – zumindest als gute Geschäftemacherin mit der Angst)

Es lohnt sich wirklich nicht, aber bitte: Tagesspiegel